Nachlese: Online-Diskussion: Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?

Mit einer Online-Diskussionsreihe unter dem Titel „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ wird die Gewerkschaft GPA in den kommenden Monaten die politische Debatte um die Corona-Krise begleiten, Analysen liefern und mögliche Perspektiven für Zivilgesellschaft und Gewerkschaften aufzeigen.

Dabei wollen wir alle paar Wochen einen aktuellen Hot-Spot in diesen so herausfordernden Pandemie-Zeiten in den Mittelpunkt einer politischen Diskussion stellen. Und dabei auch der Frage nachgehen, welche Lehren aus der Krise zu ziehen sind: für uns als Gewerkschaft, für BetriebsrätInnen und für die Politik.

Den Startschuss für diese Serie bildete moderierte Diskussion im Rahmen einer Online-Veranstaltung am 14. Dezember 2020 unter dem Motto „Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?“

Im Zentrum dabei die Folgen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Dazu diskutierten auf Einladung der Gewerkschaft GPA die folgenden drei WirtschaftsexpertInnen:

  • David Mum (Ökonom und Mitglied der Bundesgeschäftsführung in der Gewerkschaft GPA)
  • Michaela Schmidt (Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik in der AK Salzburg)
  • Oliver Picek (Senior Economist, Momentum Institut)

Diskutiert wurden insbesondere folgende Frage:

  • Was sind im Vergleich zu vergangenen Wirtschaftseinbrüchen die Besonderheiten der sog. Corona-Krise und was ist dabei am besorgniserregenden?
  • Wen retten die Corona-Hilfsmaßnahmen und wer zahlt drauf? Oder anders: Was ist von den gewaltigen Investitionen zu halten, die im letzten halben Jahr unter dem Titel „Koste es, was es wolle“ getätigt wurden?
  • Sind sie Ausdruck guter Krisenpolitik oder wären nicht ganz andere Schwerpunkte angesagt, um nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Menschen abzusichern.
  • Was muss geschehen, dass nicht wieder die Arbeitnehmer/innen, die Pensionist/innen, Arbeitslose u.a. die weniger haben die Zeche zahlen?
  • Wie schaut guter Schuldenabbau aus, der verteilungsgerecht ist und somit Ungleichheiten nicht noch größer werden lässt?

Zusammenfassung unter folgendem Link:

Bericht zur Online-Diskussion „Koste es was es wolle. Heute investieren – und morgen?“

von Christof Mackinger, KOMPETENZ-Online am 17.12.2020

Vorschau:

  • Am 28. Jänner von 14.00-15.30 geht die Veranstaltungsserie der Gewerkschaft GPA „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ in ihre zweite Runde.
  • Dann wird diskutiert: „Besteht die Europäische Union den Corona-Stresstest?“

Weiterführende Links zu Beiträgen der Vortragenden:

Michaela Schmidt

Oliver Picek

David Mum

Online-Diskussion: Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?

In unserer neuen Webinar-Reihe „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ möchten wir als Gewerkschaft GPA der Frage nachgehen, welche Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen sind – für uns als Gewerkschaft, für BetriebsrätInnen aber auch für die Politik. Mit ExpertInnen aus Gewerkschaft, Wissenschaft und politischem Engagement werden dabei aktuelle Themenfelder rund um Corona näher beleuchtet.

Im Fokus der ersten Online-Diskussion:
„Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?“
Montag, 14. Dezember 2020, 14:00 bis 15:30 Uhr Weiterlesen

Follow-Up: Home-Office und was Covid-19 damit zu tun hat (Webinar)

Die Arbeit im Home-Office ist gekommen, um zu bleiben. Home-Office kann jedoch nur dann gut und unter fairen Bedingungen funktionieren, wenn niemand gezwungen wird, von zu Hause aus zu arbeiten – es braucht also Freiwilligkeit bei der Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen und eine entsprechende arbeitsrechtliche Absicherung zum Schutz der Beschäftigten. Außerdem müssen BetriebsrätInnen bei der Einführung von Home-Office jedenfalls mitbestimmen und somit mitgestalten können. Ihnen kommt also eine besonders wichtige Aufgabe zu, wenn es darum geht, faire Regeln für die Arbeit von zu Hause aus festzulegen.

Foto: Unsplash

Ebenso wichtig wie gesetzliche Regelungen ist jedoch die betriebliche Ebene. Jedenfalls empfehlenswert ist der Abschluss einer Betriebsvereinbarung. Wir haben im Sommer 2020 ca. 2.000 BetriebsrätInnen zu ihren Erfahrungen mit der Arbeit im Home-Office online befragt und auf der Grundlage der Ergebnisse eine umfangreiche Muster-Betriebsvereinbarung entwickelt. Die Broschüre mit dem Titel „Irgendwie – irgendwo – irgendwann.“ bietet zusätzlich die Möglichkeit zur intensiven und detailreichen Auseinandersetzung mit den rechtlichen und sozialen Herausforderungen der mobilen Arbeit. Im Webinar werden aktuelle Regelungsansätze, die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage sowie die Inhalte der aktuellen Muster-Betriebsvereinbarung vorgestellt und diskutiert.

Wir bieten dafür zwei Termine an:

1. Termin: Donnerstag, 26. November 2020, 10:00 – 11:30 Uhr
Anmeldung unter diesem Link möglich
(beschränkte Anzahl an TeilnehmerInnen)

2. Termin: Dienstag, 1. Dezember 2020, 14:00 – 15:30 Uhr
Anmeldung unter diesem Link möglich
(beschränkte Anzahl an TeilnehmerInnen)

Bitte nur zu einem Termin anmelden (Vortrag und Inhalt sind bei jedem Webinar dieselben). Anmeldungen sind ausschließlich über den jeweiligen Link möglich.

Zielgruppe: TeilnehmerInnen der bisherigen Webinare zum Thema Home-Office (Follow-Up)

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Den Blickwinkel ändern – Überblick gewinnen

Gruppensupervision für Betriebsrätinnen und Betriebsräte

„Begleitung bei der Entwicklung der Fähigkeiten, sich selbst und andere zu verstehen, bildet die Grundlage für professionelles Handeln als Betriebsrätin und als Betriebsrat.“ (Doris Formann: Betriebsräte und Betriebsrätinnen bei Veränderungen begleiten. Möglichkeiten und Grenzen von Supervision. Wien 2011: ÖGB Verlag, Seite 266.)

Wie gestalte ich meine Rolle als Betriebsratsmitglied? Wie gehe ich mit den Anforderungen an meine Betriebsratsarbeit und den Gegebenheiten in meinem Betrieb um? Welche Rolle spielt mein Betriebsratsteam dabei, was gut gelingt und was nicht? Wie erlebe ich meine eigenen Gestaltungsmöglichkeiten als Betriebsratsmitglied und wie kann ich sie weiterentwickeln?

Du bist in deiner alltäglichen Arbeit als Betriebsrat mit einer Reihe unterschiedlicher Anliegen, Frage- und Problemstellungen konfrontiert – seitens der Belegschaft, des Arbeitgebers und auch der Gewerkschaft. In diesem Umfeld den Überblick zu bewahren und den Kurs zu halten ist nicht immer einfach – zumal sich in Zeiten von Corona-, Wirtschafts- und sonstigen Krisen Tempo und Druck noch erhöhen. Weiterlesen

Argumentationstraining: Grundlagen des Sozialstaates (SE)

Lehren aus der Krise – der Sozialstaat hat sich erneut bewährt!

KritikerInnen des Sozialstaates ziehen mit vielen Argumenten ins Feld: Behauptete Unfinanzierbarkeit, Überbürokratisierung, vermeintliche Lücken oder Ungerechtigkeiten im System;

Foto: Unsplash

Doch der Sozialstaat zeigt gerade, was er kann: Länder mit starken Institutionen bewältigen die Krise aufgrund ihrer handlungsfähigen Wohlfahrts- und Gesundheitssysteme deutlich besser als andere. Die neoliberale Kritik am Sozialstaat erscheint angesichts der bedrückenden Bilder aus Ländern mit völlig überlasteten medizinischen Einrichtungen absurder denn je.

Das engagierte Eintreten für einen starken Sozialstaat ist wichtig und in diesen herausfordernden Zeiten wichtiger denn je – mit guten Argumenten für den Ausbau bzw. die Weiterentwicklung der sozialen Absicherung in Österreich.
In diesem Workshop stehen daher diese „starken Argumente für mehr Soziales“ im Fokus. Dabei geht es einerseits um eine klare Wortwahl und um eine zielgerichtete Rhetorik. Andererseits wird aufgezeigt, wer bei Sozialstaatsdebatten welche Argumente nutzt und in der Öffentlichkeit verwendet. So können schlussendlich erfolgreiche Gegenerzählungen zur Sozialstaatskritik entwickelt werden.

Datum: 10.11.2020, 09:00 bis 16:00 Uhr
Ort: ÖGB Catamaran, Johann Böhm Platz 1, 1020 Wien (Raum: Anna Boschek)
Zielgruppe: Betriebsratsmitglieder, die Mitglied der GPA-djp sind.

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