Online-Diskussion: Besteht die Europäische Union den Corona-Stresstest?

In unserer neuen Webinar-Reihe „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ möchten wir als Gewerkschaft GPA der Frage nachgehen, welche Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen sind – für uns als Gewerkschaft, für BetriebsrätInnen aber auch für die Politik. Mit ExpertInnen aus verschiedenen Disziplinen werden dabei aktuelle Themenfelder rund um Corona näher beleuchtet.

Im Fokus der zweiten Online-Diskussion:
Besteht die Europäische Union den Corona-Stresstest?
Donnerstag, 28. Jänner 2021, 14:00 bis 15:30 Uhr

Die Corona-Pandemie ist für die Europäische Union zum größten Stresstest ihrer Geschichte geworden. Die Politik steht dabei vor den schwierigen Aufgaben ökonomische Sachzwänge und politische Spannungen zu meistern, ohne dabei das Vertrauen der BürgerInnen in die Europäische Gemeinschaft zu verlieren. Dabei stehen die Mitgliedsstaaten vor der zentralen Frage: Rückt Europa in der Krise zusammen oder kommt es zu einem Erosionsprozess?

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Nachlese: Online-Diskussion: Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?

Mit einer Online-Diskussionsreihe unter dem Titel „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ wird die Gewerkschaft GPA in den kommenden Monaten die politische Debatte um die Corona-Krise begleiten, Analysen liefern und mögliche Perspektiven für Zivilgesellschaft und Gewerkschaften aufzeigen.

Dabei wollen wir alle paar Wochen einen aktuellen Hot-Spot in diesen so herausfordernden Pandemie-Zeiten in den Mittelpunkt einer politischen Diskussion stellen. Und dabei auch der Frage nachgehen, welche Lehren aus der Krise zu ziehen sind: für uns als Gewerkschaft, für BetriebsrätInnen und für die Politik.

Den Startschuss für diese Serie bildete moderierte Diskussion im Rahmen einer Online-Veranstaltung am 14. Dezember 2020 unter dem Motto „Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?“

Im Zentrum dabei die Folgen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt.

Dazu diskutierten auf Einladung der Gewerkschaft GPA die folgenden drei WirtschaftsexpertInnen:

  • David Mum (Ökonom und Mitglied der Bundesgeschäftsführung in der Gewerkschaft GPA)
  • Michaela Schmidt (Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik in der AK Salzburg)
  • Oliver Picek (Senior Economist, Momentum Institut)

Diskutiert wurden insbesondere folgende Frage:

  • Was sind im Vergleich zu vergangenen Wirtschaftseinbrüchen die Besonderheiten der sog. Corona-Krise und was ist dabei am besorgniserregenden?
  • Wen retten die Corona-Hilfsmaßnahmen und wer zahlt drauf? Oder anders: Was ist von den gewaltigen Investitionen zu halten, die im letzten halben Jahr unter dem Titel „Koste es, was es wolle“ getätigt wurden?
  • Sind sie Ausdruck guter Krisenpolitik oder wären nicht ganz andere Schwerpunkte angesagt, um nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Menschen abzusichern.
  • Was muss geschehen, dass nicht wieder die Arbeitnehmer/innen, die Pensionist/innen, Arbeitslose u.a. die weniger haben die Zeche zahlen?
  • Wie schaut guter Schuldenabbau aus, der verteilungsgerecht ist und somit Ungleichheiten nicht noch größer werden lässt?

Zusammenfassung unter folgendem Link:

Bericht zur Online-Diskussion „Koste es was es wolle. Heute investieren – und morgen?“

von Christof Mackinger, KOMPETENZ-Online am 17.12.2020

Vorschau:

  • Am 28. Jänner von 14.00-15.30 geht die Veranstaltungsserie der Gewerkschaft GPA „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ in ihre zweite Runde.
  • Dann wird diskutiert: „Besteht die Europäische Union den Corona-Stresstest?“

Weiterführende Links zu Beiträgen der Vortragenden:

Michaela Schmidt

Oliver Picek

David Mum

Online-Diskussion: Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?

In unserer neuen Webinar-Reihe „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ möchten wir als Gewerkschaft GPA der Frage nachgehen, welche Lehren aus der Corona-Krise zu ziehen sind – für uns als Gewerkschaft, für BetriebsrätInnen aber auch für die Politik. Mit ExpertInnen aus Gewerkschaft, Wissenschaft und politischem Engagement werden dabei aktuelle Themenfelder rund um Corona näher beleuchtet.

Im Fokus der ersten Online-Diskussion:
„Koste es, was es wolle: Heute investieren. Und morgen?“
Montag, 14. Dezember 2020, 14:00 bis 15:30 Uhr Weiterlesen

Digitale Kompetenzen in Unternehmen einordnen, fördern und entfalten

Online-Tagung: Digitale Kompetenzen in Unternehmen einordnen, fördern und entfalten

am 27. November 2020, 09.00-12.00 Uhr, online (via Zoom, Informationen zur Teilnahme sowie technische Voraussetzungen erhältst du nach deiner Anmeldung per Mail im Vorfeld der Tagung.)

Im Rahmen einer gemeinsamen jährlichen Fachtagung (Rückblick: 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019) widmen sich das Forschungsinstitut abif, das AMS Österreich und die GPA-djp Bildungsabteilung aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt und damit zusammenhängender Bildungsfragen, insbesondere mit arbeitsmarktpolitischem und betrieblichem Fokus.

Bei der diesjährigen Tagungskooperation greifen wir erneut das Thema „Digital Skills“ bzw. „Digitale Kompetenzen“ auf, das bereits mit der allgemeinen Entwicklung von Digitalisierungsprozessen an Bedeutung gewonnen hat. Mit den schlagartigen durch die COVID 19-Pandemie bedingten Umbrüchen in der Arbeitswelt (Home Office, physische Distanzierung, Videokonferenzen etc.) sind die unmittelbaren Betroffenheiten von Menschen und Organisationen noch einmal breiter und intensiver in die Arbeitswelt vorgedrungen. (Programmdetails siehe unten! Direkt zur Anmeldung über diesen Link!)

Das Tagungsthema: Digitale Kompetenzen in Unternehmen einordnen, fördern und entfalten Weiterlesen

Zum Nachdenken: Gewerkschaftspolitische Überlegungen zur Corona-Krise

von Wolfgang Greif, Leiter der Bildungsabteilung in der GPA-djp

1.) Zur Rolle der Gewerkschaften in und nach der Corona-Krise: kurzfristige Krisenfeuerwehr
oder nachhaltiges Revival?

Die Corona-Pandemie ist ohne Zweifel eine Ausnahmesituation von historischer Dimension mit derzeit kaum abzuschätzenden sozialen, wirtschaftlichen und politischen Folgen. Die aktuellen Umbrüche werden auch nicht ohne Wirkung für die Gewerkschaften bleiben.

Zwar kehrt im Klima des Corona-bedingten ‚nationalen Schulterschlusses‘ die vor gar nicht allzu langer Zeit von Schwarz/Blau regierungsamtlich zum Abschuss freigegebene Sozialpartnerschaft wieder in die politische Arena zurück. Als Krisenfeuerwehr sind Gewerkschaften v.a. am Arbeitsmarkt in der wirtschaftlichen und sozialen Krise in Wirtschaft und Politik rasch anerkannt. Doch vor früher Euphorie sei gewarnt: Gewerkschaftliche Gegenmacht ist demgegenüber ‚virusbedingt‘ derzeit weitgehend eingefroren und bei so manchen wohl auch weniger geschätzt.

In welche Richtung das ‚post-coronale‘ Pendel ausschlagen wird, das wird sich ganz wesentlich nach Corona entscheiden, im anstehenden Wiederaufbau- und Restrukturierungsprozess. Hier wird sich zeigen, ob die Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft, Wirtschaft und Regierung in der Krise auch ‚am Tag danach‘ überlebt: bei der Schuldentilgung, in der Steuerpolitik, bei den kommenden Gehaltsrunden, bei der Absicherung Arbeitsloser, bei der Mitgestaltung betrieblicher Arbeitswelten und vor allem auch bei den heftigen Verteilungsdebatten, wenn es um die Frage geht: wer all die Rettungspakete bezahlen soll. Weiterlesen