Veranstaltungswoche: „Europäische Politik und Fluchtursachen“

Wenn über das Thema Flucht und Migration gesprochen wird und über mögliche Gründe, warum Menschen ihr Zuhause verlassen, greift die Diskussion oft zu kurz. Die Ursachen für Flucht werden meist ausschließlich dort gesucht, wo das eigentliche Drama seinen Anfang nimmt. Tatsächliche Fluchtursachen liegen jedoch tiefer, in einem ungerechten globalen System, das Armut, Hunger, Klimaerhitzung und Kriege erzeugt.

Dementsprechend greift auch die Bekämpfung von Fluchtursachen oft viel zu kurz. Anstatt lediglich „Hilfe vor Ort“ zu leisten, wäre es an der Zeit unsere Produktions- und Lebensweise zu hinterfragen, die an anderen Orten der Welt dazu führt, dass Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

In diesem Sinn hat die AK Wien gemeinsam mit Gewerkschaften und NGOs die Initiative „Das Recht, nicht gehen zu müssen – Europäische Politik und Fluchtursachen“ gestartet. Dazu findet in der Woche zwischen 7. und 11. Juni eine Veranstaltungswoche statt.

Programm:

07.06.2021 (15:00-17:00): Das Recht, nicht gehen zu müssen.
Online-Präsentation der Studie „Europäische Politik und Fluchtursachen“

08.06.2021 (15:00-17:00 Uhr): Gut genährt, aber wie?
Vortrag im ÖGB-Catamaran, 1020 Wien & Live-Stream

09.06.2021 (14:00-15:30 Uhr ): Wie ändern wir den Diskurs in Sachen Flucht und Migration?, Online-Präsentation und Diskussion

10.06.2021 (19:00-21:00 Uhr): Stimmen aus dem globalen Süden
Podiumsdiskussion im Don Bosco Haus, 1130 Wien

11.06.2021 (09:00-10:00 Uhr): 18. AK Klimadialog: Energiezukunft sozial gerecht gestalten, Online-Vortrag und Diskussion

Das Programm zum Downloaden findet sich hier

Eine Initiative von: AK Wien, GPA, PRO-GE, ÖGB International, weltumspannend arbeiten, medico international, pro asyl und VIDC.

Lehrgang: Global denken, global handeln – Motto: Jetzt erst recht!

Ein Angebot von Weltumspannend Arbeiten

Die Corona-Pandemie zeigte deutlich, wie sich die Auslagerung von Produktion auswirkt. Kurzzeitig war es fast unmöglich, genügend Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zu bekommen. Gleichzeitig fehlten wegen der Einreisebeschränkungen in Österreich Arbeitskräfte, wie die so dringend gebrauchten ErntehelferInnen und Pflegepersonal. Die Krise zeigt, wie abhängig Menschen weltweit voneinander sind.

Im Lehrgang „Global denken, global handeln“ geht es darum, wie wichtig es ist, internationale Solidarität zu leben, und sich für menschenwürdige Arbeit entlang der Lieferkette einzusetzen. Globale Herausforderungen brauchen gemeinsames Handeln. Ziel des Lehrgangs ist es, dass die TeilnehmerInnen selbst konkrete Projekte entwickeln und in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld umsetzen.

Der Lehrgang umfasst sechs Module, das erste Modul startet am 18. November 2020

Die Module im Detail.

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl!

Anmeldung bis spätestens 30.9.2020 an weltumspannend.arbeiten@oegb.at

Alle weiteren Infos zu den Terminen, Teilnahmevoraussetzungen und Anmeldung: https://www.weltumspannend-arbeiten.at/angebote/lehrgang

Die Zielgruppe: Der Lehrgang richtet sich an BetriebsrätInnen und Gewerkschaftsmitglieder, MitarbeiterInnen von Gewerkschaften und ÖGB, ebenso wie an MitarbeiterInnen von NGOs, die im Bereich Menschen- und Arbeitsrechte aktiv sind. – Voraussetzung zur Teilnahme: Gewerkschaftsmitgliedschaft

Nähere Information: Eva Prenninger-Pusch: 0732/665391/6053, eva.prenninger-pusch@oegb.at – Folder zum Downloaden

Kosten: Der Lehrgang ist kostenlos, als Beitrag zu den Unterbringungskosten werden gesamt 180,- € eingehoben.

Veranstaltungsort: Bürglstein 1-7, A-5350 Strobl am Wolfgangsee

Weitere Informationen auf www.fairearbeit.at